Partnerschaft Flotwedel - Rakoniewice (Polen)

Durch den Besuch des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes - Kreisverband Celle - im Jahr 1995 in der Wojewodschaft Posen (Polen) entwickelte sich eine Freundschaft zwischen der Samtgemeinde Flotwedel und der Gemeinde Rakoniewice.

Mehrere Austausche auf sportlicher, kultureller und politischer Ebene waren der Anlaß, daß am 28.08.1998 eine Vereinbarung gemäß den Bestimmungen des Vertrages zwischen Polen und der Bundesrepublik Deutschland über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet wurde.

Internet: www.rakoniewice.pl

Mehr Wissenwertes zu Rakoniewice bitte hier drücken: PDF Rakoniewice

Link zur Freundeskreisseite Rakoniewice:  Freundeskreis Rakoniewice

Auszeichnungen des Europarates  -Europapreis-

          Europadiplom als Bild

 


Jugendbegegnung in der Partnergemeinde Rakoniewice

In der Zeit vom 05.-09. September 2013 fand ein gemeinsames Projekt von Jugendlichen in der Gemeinde Rakoniewice statt. Unter dem Motto „Wir –Deutsche und Polen- sind gute Nachbarn mit einer gemeinsamen Geschichte“ trafen am Donnerstag je fünf Mädchen (Jungen konnten für diese Aktion leider nicht gewonnen werden) der Oberschule Eicklingen auf ihre etwa gleichaltrigen Mitstreiterinnen des Gymnasiums in Ruchocice in der Gemeinde Rakoniewice.

Anstoß für diese Begegnung lieferte die Initiative des Vorsitzenden des Heimatkreises Wollstein e.V., Herr Horst Eckert und des Bürgermeisters von Rakoniewice, Herr Gerad Tomiak, die sich für die Aufstellung von Gedenksteinen auf ehemaligen evangelischen Friedhöfen der früher in der Gemeinde Rakoniewice beheimateten deutschen Bewohner einsetzten. In der Samtgemeinde Flotwedel nahm Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf die Idee für eine gemeinsame Aufräumaktion von deutschen und polnischen Jugendlichen auf und stellte den Kontakt mit der Oberschule in Eicklingen her. Der Schulleiter, Herr Paul Zeblewski, konnte sehr schnell freiwillige Teilnehmer für dieses Projekt werben.

Ziel dieser Begegnung war es, den Jugendlichen die gemeinsame und nicht immer einfache Geschichte unserer Länder nahe zu bringen und sie aktiv in das Geschehen einzubinden. Vorab wurden die Jugendlichen über die gemeinsame Geschichte informiert und hatten ebenfalls die Gelegenheit, mit den polnischen Mädchen über die Vergangenheit, die Gegenwart und Zukunft unserer Länder in einem gemeinsamen Europa zu sprechen.

Am Sonntag, dem 08. September 2013, traf die Delegation aus Uelzen ein und weihte diverse Gedenksteine in der Gegend von Rakoniewice ein. Um 11.30 Uhr begannen die Feierlichkeiten in der Kirche von Rostarzewo. Der Vizebürgermeister von Rakoniewice eröffnete die Veranstaltung mit einer feierlichen Ansprache, es folgten zum Teil sehr emotionale und persönliche Reden vom Vorsitzenden des Heimatvereines Wollstein e.V. und einem Pastor aus Hannover, dessen Frau ihre familiären Wurzeln in Rostarzewo hat. Im Anschluss weihten die Geistlichen aus Polen und Deutschland gemeinsam den Gedenkstein ein und die Delegationen legten ihre Kränze an der Gedenkstätte nieder.

Neben diesem eher ernsten und schwierigen Thema bot das Programm jede Menge gemeinsame Aktivitäten und Attraktionen. Bereits am ersten Tag besuchte die Gruppe das Feuerwehrmuseum in Rakoniewice, es folgten Ausflüge nach Poznan (Posen) und Wolsztyn (Wollstein) sowie ein Besuch des Pferdefestes in Jablonna, Eis essen in Grodzisk und der Besuch eines Indoorspielplatzes „Bogilu“ in der Ortschaft Wioska. Die Abende verbrachten die Mädchen in ihren Gastfamilien, wo sie die Kultur und Gastfreundschaft der polnischen Familien erleben konnten. Finanziert wurde diese Veranstaltung mit Hilfe des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes und des Landkreises Celle.


 

Einladung der Partnergemeinde Rakoniewice zum „Pferdefest“ in Jablonna 05. – 08. September 2014

In diesem Jahr hat uns der Bürgermeister der Partnergemeinde in Rakoniewice, Polen, nicht wie sonst üblich zu den Tagen von Rakoniewice, sondern zum Pferdefest in der Mitgliedsgemeinde Jablonna eingeladen. Gern sind wir dieser Einladung in der Zeit vom 05.-08. September gefolgt. Neben Samtgemeindebürgermeister Pohndorf nahmen der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Behrens, Gemeindebrandmeister Krüger, Herr Nowatschin als Vertreter des Freundeskreises Rakoniewice-Flotwedel und Frau Müller von der Verwaltung teil.

Am Freitagnachmittag trafen wir gemeinsam mit weiteren ausländischen Delegationen am Hotel in Grodzisk ein. Am Abend fand im Hotel das Begrüßungsessen der Gastgeber statt. Neben unserer Delegation aus Flotwedel waren auch Vertreter der Partnergemeinden Širvintos in Litauen und des Bezirks Charkow in der Ukraine anwesend. Bürgermeister Dr. Tomiak begrüßte uns und die Delegationsleiter bedankten sich für die Einladung und übergaben die mitgebrachten Präsente. Nach dem Essen wurde in einer lockeren Atmosphäre unter Zuhilfenahme von Dolmetschern kommuniziert.

Am Sonnabend fuhren wir gleich nach dem Frühstück nach Rakoniewice, dort stellten uns die Gastgeber die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vor. Natürlich gehörten auch das Feuerwehrmuseum und der modernisierte Marktplatz mit dem Feuerwehrbrunnen dazu. Mittags ging es weiter Richtung Jablonna, hier fand die offizielle Eröffnung des Pferdefestes satt und danach konnten wir mit einer Pferdekutsche die Ausfahrt durch den Ort genießen. Zum Mittagessen fuhren wir in die nahegelegene Stadt Wolsztyn, anschließend spazierten wir durch die Stadt und den wunderschönen Park am See. Nach einer kurzen Stippvisite auf dem örtlichen Bahnbetriebswerk, welche der letzte europaweit ist in dem noch normalspurige Dampflokomotiven im Plandienst eingesetzt werden, ging es zurück zum Pferdefest. Bei einem gemeinsamen Abendessen und Countrymusik ließen wir den Abend ausklingen.

Am Sonntag erwartete uns ebenfalls ein umfangreiches Programm. Gemeinsam fuhren wir zunächst nach Gniezno, der ältesten Stadt Polens. Gniezno war Polens erste Hauptstadt, danach folgten Krakow und später Warszawa. Zwei sprachgewandte Reiseleiter erläuterten uns die geschichtlichen Ereignisse in der jeweiligen Landessprache (Deutsch und Russisch).

Nach dem Mittagessen erreichten wir die zweite Etappe unseres Ausfluges, das prähistorische Dorf Biskupin. Das Dorf lag auf einer Insel im Biskupiner See und war auf Pfählen im Wasser gebaut. Den Zugang bildete eine einzige Brücke. Etwa 1000 Bewohner haben gemeinsam mit ihrem Vieh den heute auf 700 v. Ch. datierten und 1933 entdeckten Ort bewohnt. Das heutige Freilichtmuseum wurde entsprechend der Funde nachgebaut.

Bei dem anschließenden gemeinsamen Abendessen im Hotel bedankten wir uns bei unseren Gastgebern für die entgegengebrachte Gastfreundschaft und für die schöne Zeit in Rakoniewice.

Am Montag verabschiedete uns Bürgermeister Dr. Tomiak bei einem gemeinsamen Frühstück, danach traten alle die Heimfahrt an.

Gabriele Müller

Aktuelles

07.04.17

Öffentliche Auslegung

Naturschutzgebiet Bohlenbruch

zum Archiv ->

Leader-Region Aller-Fuhse-Aue

-

Wetter